Itamar Yehiel
*1984
Jerusalem, Israel
" (...) Der Künstler drückt im Eichblatt Melancholie aus, Hoffnung im Blatt des Kirschbaums. In seinen filigranen Objekten vereinen sich Realismus und Illusion zu spannungsreichen Symbolen. Sie sind voll entwaffnender Weisheit und Anmut.
Der immergrüne Efeuzweig, der schmarotzend noch am toten Baumstamm hochklettert, gewinnt durch seine liebevolle Betrachtung seine glückhafte Bedeutung von Geselligkeit, Treue, Freundschaft und Unsterblichkeit zurück.
Die für sein Werk angesprochene Reparatur, heilt unseren oft pessimistischen Sehansatz für vieles in dieser Welt. Es ist der goldene Faden seines Kintsugi, der goldenen Reparatur, die man in Japan bei Brüchen von Porzellan und Keramik einsetzt, um das Zerstörte sichtbar zu lassen aber auch zu heilen.
In „Tension /Spannung“ ist dieses voneinander weg oder zueinander hin dargestellt und illustriert die eingangs erwähnte Theorie von Plato das die richtigen Teile zueinander finden und die falschen voneinander streben. Manchmal passiert es auch umgekehrt. Der zweigeteilte Mensch konnte in unterschiedliche Richtungen sehen und so auch unterschiedliche Begehrlichkeiten entdecken. Ihr Zusammenfinden, ihr Kintsugi ist der beim Eheversprechen getauschte goldene Ring als Ausdruck der wiedergewonnenen Einheit. (...) F.H. Auszug aus dem Katalogtext.
Itamar Yehiel